Mit Rosenkranz & Schabmadonna. Religiöse Alltagsbegleiter der Vormoderne im Dialog
Pilgerzeichen, essbare Madonnenfiguren, Schluckbilder aus Papier und Amulette jeder Art: Kleinformatige religiöse Objekte wie diese lassen nicht nur Alltagsfrömmigkeit lebendig werden. Sie sind auch wichtige Bezugspunkte für die Entstehung und den Zusammenhalt religiöser Gemeinschaften. Die vielfältigen Zusammenhänge zwischen der materiellen Kultur des Religiösen, individuellen Heilserwartungen, körperlichen Praktiken und sozialen Mechanismen stellt der Essayband schlaglichtartig vor. Religiöse Alltagsbegleiter werden so als Zugänge der historischen Forschung zu einem breiten Spektrum an Themen und Fragen präsentiert und in ihrer handlungsleitenden Wirkmächtigkeit sichtbar gemacht.
Die von der DFG geförderte Kolleg-Forschungsgruppe „Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer“ (POLY) ist an der Goethe-Universität Frankfurt am Main angesiedelt. Sie erforscht religiöse Vielfalt als Triebfeder und Herausforderung für Vergemeinschaftungsprozesse innerhalb des vormodernen Christentums.
Das Buch wird von Hartmut Leppin, Birgit Emich und Louise Zbiranski herausgegeben.
Nach der Vorstellung des Essaybandes gibt es eine Führung durch die Ausstellung. Die Ausstellung läuft vom 12. Mai bis zum 31. Juli 2026 im Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt, 3. OG, Q 4 und Q5 sowie in der Studienlounge (IGF 4.451).
Ort: Campus Westend, IG-Farben-Gebäude, 3. OG Treffpunkt sind die Vitrinen vor Q4.
