Eine Frau im Feld: Karin Hissinks Feldforschung im bolivianischen Tiefland 1952 – 1954
Die langjährige Amerikas-Kustodin des Weltkulturen Museums Karin Hissink (1907–1981) leitete in den 1950er Jahren eine Forschungsreise im bolivianischen Tiefland bei den Takana, Tsimane‘ und „Chama“. Ihre Arbeit stellt in einer Zeit, in der ethnologische Forschungsreisen überwiegend von Männern durchgeführt wurden, eine außergewöhnliche und bislang wenig beachtete Position dar. Während ihrer eigenen Forschung im selben Gebiet stieß Viola Mautsch auf Karin Hissink, als ihre Gesprächspartnerinnen nach deren Arbeit fragten. Dies inspirierte Viola Mautsch (Universität Bonn) dazu, Hissinks Arbeitsweise anhand ihres Nachlasses zu rekonstruieren. In ihrem Vortrag zeigt die Referentin, wie Karin Hissink neue Wege in der Ethnologie beschritt und warum ihre Forschung bis heute von Interesse ist.
Anschließend entspannter Austausch bei Snacks und Getränken
